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Umweltministerium nun doch klar auf AtomkursVerantwortlicher für Informationsdefizite in der Asse soll Deutschlands oberster Strahlenschützer werden Der Bundesleiter der Naturfreundejugend Deutschlands, Kai Niebert, erklärt zur geplanten Ernennung des Atomlobbyisten Gerald Hennenhöfer zum Abteilungsleiter für die Bereiche Reaktorsicherheit und Strahlenschutz durch Bundesumweltminister Norbert Röttgen: „Gerald Hennenhöfer war bereits unter der damaligen Umweltministerin Angela Merkel als Abteilungsleiter tätig. Nachdem ihr Nachfolger Jürgen Trittin ihn 1998 in den einstweiligen Ruhestand versetzt hatte, leitete er für den Energiekonzern E.ON (ehemals VIAG) die Verhandlungen zum Atomausstieg und handelte mit seinem Insiderwissen günstige Konditionen für den Konzern heraus. Anschließend war er in wiederum neuer Rolle an der intransparenten Kommunikation rund um die Zustände in der Asse beteiligt. Wenn Gerald Hennenhöfer in das Umweltministerium einzieht, wird die Asse erst der Anfang des deutschen Atommülldesasters gewesen sein. Er ist für die Vertuschung der katastrophalen Zustände im Atommülllager Asse verantwortlich. Er war es, der dem Betreiber geraten hat die Bevölkerung über die Gefahren im Unklaren zu lassen und damit zu gefährden. Ein Untersuchungsausschuss im niedersächsischen Landtag hat festgestellt, dass der Rechtsanwalt im Jahr 2007 das Helmholtz-Zentrum und den Betriebsleiter der Asse beriet und für eine restriktive und oberflächliche Information der Öffentlichkeit und des niedersächsischen Landtages plädierte. Hennenhöfer steht für Vertuschung und Intransparenz. Wie kann jemand für unser aller Sicherheit stehen, der zusah und schwieg, als in der Asse Atommüll auslief, Decken einstürzten, Wasser hereinbrach? Er gefährdete wissentlich die Anwohner, weil er sie nicht warnen wollte. Ich begrüße die Ankündigungen von Umweltminister Röttgen für einen zügigen Ausstieg aus der sogenannten Brückentechnologie Atomkraft. Aber der Öffentlichkeit die Atomenergie als schnell zu verlassende Brücke in eine Zukunft mit Erneuerbaren Energien zu verkaufen und sich dann einen Atomlobbyisten ins Haus zu holen, der den Dreck lieber unter den Tisch kehrt statt ihn wegzuräumen, ist an Widersprüchlichkeit kaum zu überbieten. Mit Hennenhöfer als Abteilungsleiter bekämen die Dunkelmänner der Atomwirtschaft nun den Lichtschalter in die Hand, um die Informationslage weiterhin nach Gutdünken zu verfinstern und sich – unbehelligt von der Öffentlichkeit – eine goldene Nase zu verdienen, und zwar auf Kosten der Sicherheit der Bevölkerung. Hennenhöfer steht für die Profitgier der Atomwirtschaft und nicht für Sicherheit und Transparenz. Wenn Minister Röttgen ihn zum obersten Strahlenschützer macht, steht Deutschland keine strahlende, sondern eine verstrahlte Zukunft bevor.“
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